Was steckt hinter einer guten Vorgangsbeschreibung? Um diese Frage nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch in der Praxis zu beantworten, besuchten die Werkstoffprüfer der 11. Klassen das Selber Wiesenfest.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Festgelände mit einem besonderen Auftrag: Sie sollten sich einen Vorgang ihrer Wahl aussuchen, diesen genau beobachten und die einzelnen Handlungsschritte als Bilder, Skizzen oder in Textform dokumentieren. Daraus sollte der Vorgang vollständig beschrieben werden.

Die ausgewählten Themen waren ebenso abwechslungsreich wie alltagsnah. So beschrieb eine Schülerin den Ablauf einer Pommesbestellung – von der Auswahl der Speise über die Bestellung bis hin zum Verzehr der Pommes. Andere entschieden sich für das Autoscooterfahren und hielten den gesamten Ablauf vom Kauf des Fahrchips bis zum Ende der Fahrt Schritt für Schritt fest. Auch das Ausgeben des Geldes wurde bildlich als Vorgang festgehalten, wobei es mit dem leeren Geldbeutel endete.

Der Unterrichtsgang bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, theoretische Inhalte aus dem Deutschunterricht in einem lebensnahen Umfeld anzuwenden. Durch das genaue Beobachten und strukturierte Beschreiben eines realen Vorgangs konnten sie ihre Fähigkeiten im Verfassen von Vorgangsbeschreibungen praxisorientiert weiterentwickeln. Gleichzeitig bot der Besuch des Selber Wiesenfests eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag und machte deutlich, wie eng Unterricht und Alltag miteinander verbunden sind. (verfasst: Neubert)