Bei traumhaftem Sommerwetter fuhr die11te Klasse der Chemielaboranten zusammen mit den Lehrkräften Ruckdeschel und Schneider mit dem Zug nach Bamberg.

Schon auf der Zugfahrt herrschte eine lockere, entspannte Atmosphäre und in Kleingruppen wurde angeregt über die verschiedensten Themen diskutiert und viel gelacht.

Erstes Ziel war eine typisch bambergerische Lokalität – das seit 1380 bestehende Brauhaus zum Sternla, in der wir uns für die folgende Aktion stärkten und mit kühlen Getränken für Erfrischung sorgten. Im (Bier)Garten genossen wir leckere Gerichte von Schäuferla und Gögala bis hin zu Eigschniddna Glööss und veganer Currywurst und waren begeistert.

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Nach der Stärkung führten uns die Lehrkräfte zur Frauenstraße 1, vor der sich dann die Schüler in Teams aufgeteilt in eine spannende Stadtrallye stürzten – hier wurden historische Details über den Hexenwahn in Bamberg um 1630 in einem Outdoor Escape Game erforscht. Mit Eifer rätselten und suchten die Teams nach Hinweisen und Informationen an den 19 Stationen; recherchierten im Internet und arbeiteten sich so durch die Stadt, entlang an bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Dom, der Oberen Pfarre, dem Schloss Geyerswörth und dem E.T.A. Hoffmannsplatz. Die Rätselstory basiert auf einer wahren Begebenheit aus der Stadtgeschichte und thematisiert das im 17 Jahrhundert grassierende Phänomen des Aberglaubens, der Denunziation, der Folter und oft der Tötung der vermeintlichen Hexen und Hexer. In Bamberg wurde unter der Führung des Bischofs etwa ein Zehntel der Bevölkerung dem Scheiterhaufen zugeführt, welcher die Hysterie instrumentalisierte, um die drohende Reformation aufzuhalten.

Am Ende der spannenden Rallye wurde sich nochmals mit kalten Getränken und Eis etwas gekühlt, da wir bei 30 Grad und Sonnenschein und dem konzentrierten Rätseln etwas heiß gelaufen waren.

Auf dem Rückweg entstand unser Gruppenfoto, welches für die einen Bamberger eine Installation zeitgenössischer Kunst ist, für Touristen in der Regel ein Fotohotspot und für manche Bamberger aber auch schon einen besonderen Spitznamen, basierend auf der Körperhaltung der Figuren, bekommen hat. Die Gruppe Skulpturen wird vom chinesischen Künstler Wang Shugang „Meeting“ genannt. Es sind acht rot lackierte Bronzefiguren, welche in einem Kreis, in hockender Position, am Schönleinsplatz zu sehen sind.

Die Luitpoldstraße entlang liefen wir dann zurück zum Bahnhof und nahmen den Zug zurück. Trotz des von vielen Mitreisenden gut ausgelasteten Zuges, gestaltete sich die Rückreise ebenfalls kurzweilig.   (verfasst: Schneider)